17.09.2014 |

Sitzballturnier Mostindien

St. Gallen knapp an Sensation vorbei

Mitte September und erst das zweite Sitzballturnier in der Schweiz. Und nur noch eines ist ausstehend (Sursee am 15. November). Die Schweizer Sitzballszene ist nicht mehr sehr lebendig. Das zeigte sich auch am 32. Mostindien Sitzballturnier, das die Sitzballgruppe von Plusport Thurgau am 13. September in Frauenfeld durchführte. Lediglich sechs Mannschaften nahmen daran teil. Immerhin waren sämtliche noch aktiven Schweizer Teams vertreten, darunter auch das wiederbelebte Winterthur. Aus Österreich reiste Bludenz an. Die Veranstalter entschieden sich, die Spieldauer um vier auf 18 Minuten anzuheben, so dass alle Mannschaften doch auf 90 Spielminuten kamen.

Die eigentliche Überraschungsmannschaft war bestimmt St. Gallen. Die Ostschweizer schlugen nämlich nicht nur die als Winterthur antretende Gemeinschaft von Wohlen und Winterthur, sondern doch eher unerwartet auch die beiden Favoriten Olten und Sursee. Allerdings mussten sie mit den Trainingspartnern von Plusport Thurgau die Punkte teilen, und schliesslich verloren sie die letzte Partie gegen Bludenz. Um einen winzigen Punkt verpassten sie die Sensation, den Turniersieg an sich zu reissen.

Olten wendet das Blatt

Vorjahressieger Olten startete mit einem klaren Sieg über Bludenz ins Turnier, bezog aber schon im zweiten Spiel die bereits erwähnte Niederlage gegen St. Gallen. Damit waren die Solothurner schon unter Zugzwang. Entscheidend war da wohl die dritte Partie, welche Olten gegen ein nicht sehr kompakt wirkendes Sursee diskussionslos mit 36:25 gewann. Da sowohl Winterthur als auch Thurgau chancenlos waren, schaffte Olten doch noch die Wende und verteidigte den Titel erfolgreich. Für Olten spielten Walter Hediger, Agnes Hubeli, Marcel Ragaz, Urs Ramel und Markus Steiner.

Ersatzgeschwächte Gastgeber

Das Sursee nicht als zweitbeste Schweizer Mannschaft in der Rangliste erscheint, ist doch eher selten. Erfreulich bei den Luzernern war jedoch, dass Walter Widmer nach rund einem Jahr Absenz wieder in die Szene zurückkehrte. Ihn kann man ja fast als Urgestein des Sitzballs bezeichnen. Bludenz schlug Winterthur mit lediglich einem Punkt Differenz, Thurgau und St. Gallen dagegen relativ sicher und war damit gleichauf mit Sursee. Die Luzerner wurden dank der siegreichen Direktbegegnung im dritten Rang klassiert. Bei Thurgau fehlten mindestens zwei bewährte Teamstützen. Angesichts der „Verlegenheits-Besetzung“ schlugen sich die Ostschweizer achtbar.

Nach der in der Halle durchgeführten Siegerehrung verschob man sich auf das Militärareal, um im Restaurant „Kanönli“ das traditionelle Steak zu verzehren und gemütlich den Abend ausklingen zu lassen.

Rang  Mannschaft  Punkte
1.  Olten 8
2.  St. Gallen 7
3.  Sursee 6
4.  Bludenz 6
5.  Thurgau 3
6.  Winterthur 0
Weitere Unterlagen
 Rangliste
 Spielplan


Text und Fotos: Albert Büchi

Bildlegenden:

Reto Nieuwenhout von St.Gallen im Kampf gegen Oltens Walter Hediger

 

Szene aus dem Spiel Sursee gegen Winterthur

 

Annemarie Keller von Thurgau versucht, Peter Schöpfer von Sursee zu blocken

 

Olten konnte das 32. Mostindien Sitzballturnier für sich entscheiden:
Markus Steiner, Walter Hediger, Marcel Ragaz und Urs Ramel (von links).
Auf dem Bild fehlt Agnes Hubeli