07.03.2015 |

Sitzballturnier Pforzheim

Die Anreise war zwar bedeutend kürzer, die Ausbeute aber auch deutlich bescheidener: Die Schweizer Auswahl, die im Herbst 2013 am Sitzball-Weltcup in Ruanda die Bronzemedaille gewonnen hatte, wurde vom deutschen Spitzenclub Pforzheim zu dessen Turnier eingeladen. Deutschland ist das Mutterland des Sitzballsports, und wenn fünf deutsche Topmannschaften antreten, wird es für die Schweizer schwierig

Das „Swiss Africa Team“, das sonst nie in dieser Besetzung spielt, steigerte sich zwar von Partie zu Partie, musste aber in allen fünf Spielen die Überlegenheit der gut eingespielten deutschen Clubmannschaften anerkennen. So resultierte am Turnier vom 8. März 2015 der sechste und letzte Platz in der Stärkeklasse A. Den Turniersieg holte sich Gastgeber Pforzheim vor Leipzig-Plauen und Emmelshausen.

Für die sieben Teilnehmer aus der Schweiz war die Reise in den nördlichen Schwarzwald dennoch ein schönes Erlebnis. Der olympische Gedanke wurde voll ausgelebt, die Teilnahme und das Wiedersehen mit den „deutschen Afrikanern“ waren tatsächlich wichtiger als das Abschneiden im Spielfeld. Und beim köstlichen Zwiebelrostbraten nach dem Turnier waren die unerfreulichen Resultate bald vergessen. Auch jener Schweizer, der sich in der letzten Partie einen Sehnenabriss im Ringfinger zuzog, liess sich die Stimmung nicht verderben.

In der Gruppe B startete mit Olten eine zweite Schweizer Mannschaft. Die Solothurner konnten drei Partien für sich entscheiden, zwei Mal gingen sie als Verlierer vom Platz. Damit erreichten sie den dritten Rang hinter Offenburg und Bühl.

 

Bildlegenden

Heinz Lutz (rechts) im Eröffnungsspiel gegen Emmelshausen

 

Die Schweizer Thomas Lötscher und Marcel Knellwolf (in Weiss, von rechts) gegen BSG Hausen

 

Marcel Ragaz (vorne) und Walter Hediger erreichten mit Olten den dritten Rang

Text und Fotos: Albert Büchi