30.08.2011 |

Mostindien Sitzballturnier 27. August 2011

Sursee gibt keinen Punkt ab.

„Wir haben nur einen Schlagmann, den dafür zweimal.“ Mit dieser ungewohnten
Aussage umschreibt Adrian Köppel ein personelles Problem von Wohlen.
Heinz Lutz ist der stärkste Schlagmann bei den Aargauern, aber er ist selten im
Training oder an Turnieren. So bleiben noch Adrian Köppel und Egon Köstenberger.
Beide bevorzugen aber die gleiche Sitzposition, was bedeutet, dass einer von ihnen
gezwungenermassen auf einer Seite spielen muss, die ihm nicht so behagt. Es lag
jedoch nicht nur an den Schlagmännern, dass Wohlen am 29. Mostindien Sitzballturnier
in Frauenfeld alle Partien verlor und das Ranglistenende zierte.

Auf der anderen Seite der Skala findet man Sursee. Die Luzerner entschieden alle
fünf Partien für sich und holten sich mit dem Punktemaximum den Turniersieg.
Den Grundstein dazu legten sie bereits in ihrem zweiten Spiel, in dem sie Olten
klar schlugen. Die Solothurner spielten mit einem Team, das aus ihren beiden
Mannschaften zusammengestellt war.

 

Der etwas andere Spielmodus

Zum diesjährigen Turnier hatten sich lediglich sechs Mannschaften angemeldet.
Neben fünf Schweizer Teams noch Ravensburg aus Süddeutschland.
Die Organisatoren – die Sitzballgruppe von Plusport Thurgau – entschieden sich für
einen ungewohnten Spielmodus. Sie verzichteten auf eine Doppelrunde, erhöhten im
Gegenzug die Spieldauer auf zweimal neun Minuten. Bei fünf Partien ergab dies dann
doch 90 Minuten Spielzeit. Zusätzlich mussten die Teams noch Linienrichter und Zähler
stellen. Da kam kaum Langeweile auf.

Gastgeber Thurgau spielte forsch auf und zeigte eine kämpferische Leistung. Nach der
Startniederlage gegen Sursee schlugen die Thurgauer Wohlen und die Trainingspartner
aus St. Gallen. Gegen Olten konnten sie lange mithalten und verloren relativ knapp.
Die Entscheidung um Platz drei musste im letzten Spiel des Tages fallen. Da trafen die
Thurgauer auf Ravensburg, das ebenfalls vier Punkte auf dem Konto hatte. Die Gäste aus
Deutschland zogen gleich in der Auftaktphase davon, doch Thurgau gab nicht auf
und kämpfte sich nochmals heran. Am Ende reichte es doch nicht ganz.
Ravensburg siegte 32:28 und verwies die Thurgauer auf den vierten Platz. Die
Heimmannschaft darf dennoch mit ihrer Leistung zufrieden sein.

St. Gallen hatte, abgesehen vom Sieg über Wohlen, die stärkste Phase gegen Sursee,
das sich lange Zeit nicht entscheidend absetzen konnte. Auch gegen Ravensburg blieb es
bis zum Schluss spannend, betrug die Differenz doch lediglich drei Punkte. Die Deutschen
ihrerseits gerieten gegen Wohlen in Bedrängnis und siegten schliesslich mit einem einzigen
Punkt Vorsprung.


Walter Müller organisierte das Turnier mit den Leuten von Plusport Thurgau.

 

Rangliste:

Rang Mannschaft Punkte
1. Sursee 10
2. Olten 8
3. Ravensburg 6
4. Thurgau 4
5. St. Gallen 2
6. Wohlen 0

 
Spielplan, Rangliste und Resultate
    Bericht BSG Olten

Albert Büchi

 

Sursee gewann das Mostindien Sitzballturnier in Frauenfeld.

Walter Widmer, Thomas Lötscher, Christine Meyer, Walter Filliger und Adrian Koch

 

Im direkten Kampf der Trainingspartner unterlag St. Gallen gegen Thurgau deutlich.

 

Spielszene aus dem Spiel Sursee (links) gegen VSG Ravensburg.