25.10.2008 |

Eulach-Sitzballturnier in Winterthur

Die Sitzballszene sieht sich seit längerem mit grossen Nachwuchssorgen konfrontiert. Davon betroffen ist mittlerweile auch Deutschland, die Hochburg des Sitzballsports. Von den zehn Mannschaften, die der Behinderten-Sportclub Winterthur (BSW) zu seinem Turnier einlud, sagten vier ab. Darunter sämtliche aus Deutschland und Österreich. Der BSW entschloss sich deshalb, die 29. Auflage seines Turniers mit einem neuen Modus durchzuführen. In einer Vorrunde trafen alle Mannschaften einmal aufeinander. Danach kämpften die drei stärksten Teams um den Turniersieg, die drei schwächeren machten die Ränge vier bis sechs unter sich aus.

Schweizermeister Bern 81 wurde der Favoritenrolle gerecht und gewann in der Vorrunde sämtliche Partien. Olten war viermal erfolgreich, während Sursee drei Siege herausspielte. Wohlen, ergänzt durch Spieler anderer Mannschaften, musste den drei stärksten Teams den Vortritt lassen, konnte aber Thurgau und Winterthur bezwingen.

Beim Gastgeber fiel in der dritten Partie Spielertrainer Marcel Knellwolf wegen einer Handverletzung aus. Dies brachte den BSW völlig aus dem Konzept, es passte nicht mehr viel zusammen, und so gingen die Winterthur in sämtlichen Spielen als Verlierer vom Platz.

In den Finalspielen waren keine Überraschungen zu verzeichnen. Keine der in der Vorrunde unterlegenen Mannschaften konnte sich für die Niederlagen revanchieren. Immerhin konnte Olten die Partie gegen Bern 81 bis kurz vor Schluss offen gestalten. Manche rechneten schon mit einer Verlängerung. Doch der Schweizermeister konnte noch etwas zulegen und den Sieg mit 24:21 an sich reissen.

 

Rangliste

  1. Bern 81
  2. Olten
  3. Sursee
  4. Wohlen
  5. Thurgau
  6. Winterthur

 

Behinderte helfen Behinderten
Am Montag nach dem Eulach-Sitzballturnier reiste eine Schweizer Auswahl an den 2. Weltcup in Afrika. Die Schweizer Sitzballer wollen dort nicht nur möglichst gute Resultate erzielen. Sie möchten die allmählich im Entstehen begriffene Sitzballszene im afrikanischen Land finanziell unterstützen und starteten deshalb vor der Abreise eine Sammelaktion. Das darf man wohl als gelebte Solidarität bezeichnen.

 

Albert Büchi