28.11.2017 |

DV der Sitzballvereinigung in Baden

Keine Geiss schleckt es weg: Sitzball befindet sich in einer Krise: seit Jahren rückläufige Mitgliederzahlen, immer weniger aktive Clubs. Die Delegiertenversammlung der Schweizerischen Sitzballvereinigung (SSBV) befasste sich am 25. November im Bareggcenter in Baden deshalb mit einem Antrag von PluSport St. Gallen. Die Ostschweizer haben die Vision, Sitzball und Sitzvolleyball unter einem Dach zu vereinen. Da Sitzvolleyball eine paralympische Disziplin ist, erhofft man sich eine andere Legitimation im nationalen Behindertensport, vor allem aber mehr junge Spielerinnen und Spieler.

Dieses Thema wurde von den Delegierten engagiert diskutiert. Allgemein ist man der Ansicht, dass die derzeit aktiven Sitzballspieler angesichts ihres grösstenteils schon fortgeschrittenen Alters kaum wechseln können oder wollen. Es müssten also von Grund auf neue und jüngere Athleten angeworben werden. Ebenso bräuchte es entsprechend ausgebildete Trainer. Offenbar gibt es in der Westschweiz schon erste Schritte in diese Richtung.

Nach ausgiebiger Diskussion wurde entschieden, den Antrag zurückzustellen. Die Antragsteller sollen weitere Abklärungen vornehmen mit PluSport, Paralympics und allenfalls Sitzvolleyball-Vereinen in Deutschland. Die Ergebnisse sollen an der nächsten DV präsentiert werden, die voraussichtlich im Frühling 2019 stattfinden wird.

Schliesslich mussten im Vorstand Wahlen vorgenommen werden. Um das Präsidium bewarben sich zwei Kandidaten. Auf Ernst Gamper entfielen drei Stimmen, Paul Probst wurde mit fünf Stimmen im Amt bestätigt. Manuela Nieuwenhout-Flückiger tritt als Marketingverantwortliche zurück. Zu ihrem Nachfolger wurde Marcel Knellwolf gewählt. Theodor Kohler bleibt Kassier, Heinz Lutz und Helmut G. Hager bleiben Revisoren.

(Albert Büchi)