15.03.2011 |

DV der Sitzballer

Sitzballer gehen in die Offensive

Die Beteiligung an der diesjährigen DV der Schweizerischen Sitzball SSBV war erfreulich. 13 Delegierte debattierten am Samstag, 12. März im Arbeitszentrum für Behinderte in Strengelbach über dreieinhalb Stunden lang über die Belange dieser akut gefährdeten Sportart. Präsident Paul Probst konnte in seinem Jahresbericht zwar ein erfreuliches Ereignis in Erinnerung rufen: Den Gewinn der Bronzemedaille durch die Schweizer Nationalmannschaft am Weltcup in Uganda. Eher düster ist der Blick in die Zukunft, gibt es in der Schweiz doch nur noch sechs aktive Clubs mit rund 40 Lizenzierten. Deren Altersdurchschnitt von 48 Jahren ist ebenfalls alarmierend.

 

Mitglieder studieren Unterlagen

 

Die Sorgen um die Zukunft des Sitzballsports nahmen an der DV einen grossen Teil der Zeit in Anspruch, doch diese wurde gut investiert. Auf Initiative der bei St. Gallen spielenden Manuela Flückiger und Reto Nieuwenhout bildete sich in diesem Winter eine Arbeitsgruppe, die ein Konzept erarbeitete, wie man Sitzball bekannter machen könnte. Als erste Massnahmen bewilligten die Delegierten die Anschaffung von Werbematerial (Flyer, Visitenkarten) und die Einrichtung eines neuen Vorstandsamtes. Manuela Flückiger wurde einstimmig gewählt und koordiniert bei der SSBV neu Marketing und Kommunikation. Die DV genehmigte einen Budgetposten von 3500 Franken für die Werbung. Man ist sich einig, dass es schwierig würde, Sitzball am Leben zu erhalten, sollten diese Massnahmen nichts fruchten.

 

Präsentation der Ergebnisse der Arbeitsgruppe durch Reto Nieuwenhout

 

Ein erster Schritt in Sachen Werbung wurde im Februar unternommen. Im Rehabilitationszentrum Bellikon konnte nebst Rollstuhl-Basketball auch Sitzball einer Gruppe von Fachkräften präsentiert werden. Paul Probst musste allerdings gestehen, dass das Echo eher bescheiden war.
Wenig befriedigend sei auch der Aufmarsch an den Trainings in Bellikon. Der Präsident appellierte, man möge doch dafür sorgen, dass zusätzliche Leute diese Trainings besuche.

Die Rechnung 2010 schloss mit einem Verlust von über 2400 Franken. Sie wurde von der Versammlung ebenso gutgeheissen wie die Beibehaltung der Lizenzgebühren und des Clubbeitrages. Präsident Paul Probst (Olten) und Kassier Theodor Kohler (Bern 81) wurden in ihrem Amt bestätigt.

Albert Büchi