13.09.2016 |

34. Mostindien-Sitzballturnier

Am 34. Mostindien-Sitzballturnier in Frauenfeld gab Sursee als einzige Mannschaft keinen Punkt ab und gewann damit wie schon 2015 diesen Wettkampf. Einen schönen 4. Platz erreichte die reanimierte Sitzballgruppe Limmattal.

Bereits zum 34. Mal führte die Sitzballgruppe von PluSport Thurgau das Mostindien-Sitzballturnier in Frauenfeld durch. Erstmals war Spielertrainer Marcel Knellwolf für die Organisation verantwortlich. Das belastete ihn nach eigenen Aussagen mindestens zu Beginn des Turniers mehr als ihm lieb war. Prompt ging die erste Partie gegen Winterthur-Ulm, ein aus zwei Mannschaften zusammengemischtes Team, deutlich verloren. Im Laufe des Turniers fanden die Thurgauer, bei denen ein Spieler und eine Spielerin ihren allerersten Einsatz absolvierten, besser ins Spiel. Die dritte Partie konnten sie gegen Bludenz gar knapp siegreich gestalten. Mit lediglich einem Punkt Differenz unterlagen sie jedoch den Trainingspartnern St. Gallen, so dass diese in der Rangliste vor ihnen klassiert wurden.Nachdem Sursee seine ersten fünf Spiele für sich entschieden hatte, kam der Partie gegen die deutschen Gäste aus Ravensburg vorentscheidende Bedeutung zu. Diese hatten nämlich im Auftaktspiel Olten bezwungen und waren zu diesem Zeitpunkt ebenfalls noch ohne Verlustpunkte. Die Luzerner gewannen mit 21:17 und konnten relativ gelassen zum „Final“ gegen Olten antreten. Dies wurde mit 20:19 für Sursee eine knappe Sache. Die Solothurner mussten sich somit mit Rang drei zufrieden geben. Des einen Freud, des andern Leid.

Im Frühling dieses Jahres trennte sich Heinz Lutz von Behinderten-Sportclub Winterthur, um die vor einigen Jahren aufgelöste Sitzballgruppe Limmattal – einstmals eine Grossmacht in der Schweiz – wiederzubeleben. Zusammen mit Asylbewerbern aus Afghanistan erlebte er in Frauenfeld die Feuertaufe der neuen Mannschaft. Und die schlug sich sehr gut. Mit vier Siegen und drei Niederlagen erreichte Limmattal den 4. Platz. Die „Wiedergeburt“ der Sitzballgruppe Limmattal geht zulasten jener aus Winterthur. Da bei dieser derzeit drei Stammspieler aus gesundheitlichen Gründen ausser Gefecht sind, sieht sie sich mit Personalsorgen konfrontiert. So bildeten drei Winterthurer mit zwei Spielern der Vorjahreszweiten Ulm-Söflingen das Team Winterthur-Ulm, das immerhin drei Partien für sich entscheiden konnte. Die St. Galler trotzten den Nachbarn aus Vorarlberg ein Unentschieden ab und sicherten sich damit Platz 6 hinter Winterthur-Ulm. Für das ebenfalls nicht in Standardbesetzung angetretene Bludenz war es der einzige Punkte, was den letzten Platz bedeutete.

 Rang   Mannschaft   Punkte 
1.  Sursee 14
2. Ravensburg 12
3.  Olten 10
4.  Limmattal 8
5.  Winterthur/Ulm  6
6.  St. Gallen 3
7.  Thurgau 2
8.  Bludenz 1

 

 

 Die Thurgauerin Annemarie Keller im Duell gegen Reto Nieuwenhout von St. Gallen

 

Siegerehrung: Adi Koch, Urs Casanova, Walter Filliger, Peter Schöpfer und Walter Widmer (von links) von Sursee

 

Kampf an der Leine zwischen Limmattal und Ravensburg

 

Urs und Marcel wohl die besten Schlagmänner der Schweiz: Urs Casanova (Sursee) gegen Marcel Ragaz (Olten)

 

Nachwuchs bei St. Gallen ist offensichtlich für Nachwuchs gesorgt

Text und Fotos: Albert Büchi