10.09.2013 |

31. Mostindien-Sitzballturnier

Vor einem Jahr organisierte die Sitzballgruppe von Plusport Thurgau die Sitzball-Schweizermeisterschaft. Aus Platzgründen wich man nach Weinfelden in die Güttingersreuti aus. Nach diesem „Ausflug“ war am 7. September die angestammte Halle auf den Schulanlagen Oberwiesen wieder Austragungsort des Mostindien-Sitzballturniers. An der 31. Auflage dieses Behindertensport-Anlasses beteiligten sich nebst fünf Schweizer Mannschaften auch zwei aus Österreich und eine aus Deutschland.

Als Favoriten traten die beiden stärksten Schweizer Mannschaften Sursee und Olten sowie die Gäste aus Schwaz Tirol in Frauenfeld an. Schon früh am Nachmittag konnte Schwaz Schweizermeister Sursee relativ klar besiegen. Als die Luzerner, die ohne den starken Schlagmann Urs Casanova auskommen mussten, dann auch noch Olten deutlich unterlagen, war klar, dass sie um den Turniersieg nicht mehr mitreden konnten.

Die endgültige Entscheidung fiel dann tatsächlich erst in der allerletzten Spielrunde. Bis dahin konnte sich sowohl Olten als auch Schwaz gegen alle Gegner durchsetzen. Der Spielplan sah die Direktbegegnung am Schluss vor. Es war eine Begegnung auf Augenhöhe. Die Solothurner hatten den leicht längeren Atem und entschieden die Partie mit 20:17 zu ihren Gunsten. Nachdem ihnen in letzter Zeit oftmals Sursee vor der Sonne stand, schafften sie in Frauenfeld wieder einmal einen Turniersieg – und dies erst noch mit makelloser Weste. Für Olten spielten Walter und Ronny Hediger, Paul Probst, Marcel Ragaz und Urs Ramel.

Kein Spitzenplatz für Heimteam

Die Thurgauer trafen in ihrem ersten Spiel gleich auf die Trainingspartner aus St. Gallen. Die beiden Ostschweizer Teams trennten sich mit einem Unentschieden. Das weitere Turnier verlief für beide ziemlich analog. Beide konnten die relativ unerfahrenen Gäste aus Bludenz bezwingen, verloren aber sonst sämtliche Partien. Immerhin hatten die Thurgauer – 2012 Dritte der Schweizermeisterschaft – gegen Bludenz so etwas wie einen Höhenflug. Sie fertigten die Vorarlberger nämlich gleich mit einem 31:8 ab. Doch auch dieser hohe Sieg reichte nicht aus, um sich vor die punktgleichen St. Galler zu setzen. Mit einem um vier Punkte besseren Torverhältnis belegten diese direkt vor Thurgau den sechsten Platz. Bludenz gelang im letzten Spiel eine Überraschung, dank einem Sieg über das stärker eingestufte Ravensburg. Die Vorarlberger mussten sich dennoch mit dem letzten Platz begnügen, hatten aber immerhin zwei Punkte im Gepäck.

Das „Mittelfeld“ bildeten Ravensburg und Wohlen. Beide wiesen am Schluss sechs Punkte auf; die Deutschen dank Siegen über St. Gallen, Thurgau und Wohlen, die Aargauer dank den gewonnen Partien gegen Bludenz, St. Gallen und Thurgau. Die Direktbegegnung gab den Ausschlag zugunsten von Ravensburg.

Für die teilnehmenden Schweizer Mannschaften war das Mostindien-Sitzballturnier die Hauptprobe für die Schweizermeisterschaft, die am 14. September in der Stadthalle Olten durchgeführt wird.

Rangliste nach je sieben Partien: 1. Olten 14 Punkte. 2.
Schwaz Tirol 12. 3. Sursee 10. 4. Ravensburg 6. 5. Wohlen 6. 6. St. Gallen 3. 7. Thurgau 3. 8. Bludenz

 


Olten konnte das Mostindien-Sitzballturnier ohne Punkteverlust für sich entscheiden

 


Annemarie Keller gegen Ronny Hediger in der Partie Thurgau gegen Olten

 

St. Gallens Reto Nieuwenhout gegen die Trainingspartner von Plusport
Thurgau, an der Leine Marcel Knellwolf

 

Heinz Lutz gegen Marcel Knellwolf

 

Roger Frischknecht (St. Gallen, rechts) versucht, einen Schlag von Walter Widmer zu blocken.

 

Albert
Büchi